Knoten Merseburg

Der Mitteldeutsche Industriestandort um Halle, Merseburg und Leuna wird mit dem Ausbau der Magistrale Berlin – Halle/Leipzig – Erfurt – München als gesamtdeutsche wie auch europäische Verkehrsachse aufgewertet. Zunächst für die Bahnanlagen im Bahnhof Merseburg über eine Gleislänge von ca. 4,5 km (Tiefbau, Oberbau, Leit- und Sicherungstechnik, Elektrotechnik, Bahnstrom, Ingenieurbau, Kabeltiefbau, Rückbau und Lärmschutzmaßnahmen). In der Maßnahme enthalten ist auch die barrierefreie Umgestaltung der Verkehrsstation Merseburg (Neubau von 4 Bahnsteigen, 4 Aufzügen, 4 Treppen-zugängen, Bahnsteigdächer und einer neuen Personenunterführung). Für diese komplexen Baumaßnahmen zur Erneuerung der kompletten Infrastruktur für eine Entwurfsgeschwindigkeit von 160 km/h wurde zur Sicherung der Kosten und Termine sowie der Qualitätsvorgaben ein Steuerungsmanagement für den Realisierungszeitraum bis zum Abschluss der 1. Baustufe beauftragt.
Die Gesamte Maßnahme wurde erschwert durch Bauen unter "rollendem Rad". In der Bauzeit waren 3 Totalsperrugen zu koordinieren die letzte mit der IBN.

DAS BAUWERK / Charakteristische Angaben

Rück- und Neubau von 3 Eisenbahnüberführungen
Ersatzloser Rückbau eines Kreuzungsbauwerkes
Abdichtung einer Fußgängerunterführung
Neubau von 14,3 km Gleisen inkl. PSS (13,6 km) und Entwässerungsanlagen
Neubau von 30 Weichen und 4 Bauweichen
Neubau von 17 km Oberleitung Re 200 inkl. 216 Oberleitungsmasten nach Rückbau der Querfelder
Neuverlegung von Kabeln und Zuleitungen
Umbau der LST-Anlagen auf neue ESTW-Technik
Neubau von 1,7 km Schallschutzwänden
Neubau von Stützmauern, Ersatzpflanzungen etc.
Rationalisierung des Spurplanes

Vorhabenträger:
DB Netz AG / DB Station&Service AG / DB Energie GmbH / Stadt Merseburg

Auftraggeber: DB ProjektBau GmbH, Regionalbereich Südost Leipzig
Zeitraum: 2011–2014
Projektvolumen: 88,7 Mio. Euro Gesamt, davon 5,5 Mio. EURO Verkehrsstation

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